11. November 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 11. Nov.[ember] 1941

Her­zens­schät­ze­l­ein!

Hast Du mich ge­fun­den? [Ich] Hab[‘] mich doch ein we­nig su­chen las­sen dies­mal, so wie Du Dich im Schmät­zel­pa­ket [Ge­bä­ck aus Bai­ser]. Hab[‘] ich mich denn da­für schon be­dankt? Du hat­test es doch kaum an­ge­kün­digt, da war es schon da ‒ ganz fri­sche Schmät­zel! Wei­ter­le­sen!

9. November 1941

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Sonn­tag, am 9. No­vem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­l­ein! Du mein liebst­er [Ro­land]! Mein Her­zens­man­ner­li!

Da ha­ben sie nun Dei­nem Wild­fang so recht ein­mal die Flü­gel be­schnit­ten! Ganz matt und schwach sitzt er jetzt auf dem Sofa und hat kaum so­viel [sic ]Kraft in den Ar­men, die Fe­der zu füh­ren. Du! Das al­les läßt mich doch nicht wer­fen [sic]. Ich muß heu­te trotz­dem ein bis­sel mit Dir re­den und wenn es nur [ein] paar Worte sind. Ach Du! Weißt ja so ge­n­au, daß ich im­mer stil­le Zwie­spra­che mit Dir hal­te, auch wenn ich Dir nicht schrei­be! Wei­ter­le­sen!

9. November 1941

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[Thes­sa­lo­ni­ki] Sonn­tag, den 9. Nov. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­bes, lie­bes Her­ze­l­ein!

Ein­ge­trie­ben sind wir wie­der. Von uns[e]rer Wan­de­rung zum Ka­pel­len­berg. Du weißt schon, wel­chen ich mei­ne. Es ist ei­nes uns[e]rer liebs­ten Wan­der­zie­le ge­wor­den. Und heu­te ha­ben wir es auf ei­nem ganz neu­en Wege an­ge­steu­ert (wir sind doch See­leu­te!), der hat uns über­aus gut ge­fal­len. Es war aber auch ein Tag, der wie­der recht al­les im schöns­ten Lich­te zeig­te. So warm, daß wir – ge­gen 2 Uhr mach­ten wir uns auf den Weg – schwitz­ten. In der Son­ne wa­ren min­des­tens 20 Grad. Die­se Herbst­ta­ge hier sind zu köst­li­ch! Wei­ter­le­sen!

4. November 1941

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[Sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 4. No­vem­ber 41

Her­ze­l­ein Du! Mein lie­bes teu­res Weib!

Ein klein we­nig mehr Ge­duld hät­te das Man­ner­li nur ha­ben dür­fen: heu­te kam doch der lie­be, lie­be Bote vom Mon­tag, den ich ver­miß­te. Er war be­klebt hin­ten­drauf mit so put­zi­gen For­men, daß ich erst arg­wöhn­te, er sei ge­öff­net wor­den. Aber, die For­men ab­lö­send, er­kann­te ich doch Dein be­kann­tes, brau­nes Kle­be­pa­pier. Wei­ter­le­sen!

4. November 1941

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Diens­tag, am 4. No­vem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­l­ein! Du!!! Mein Her­zens­man­ner­li! Mein [Ro­land]! Du!!!!!

End­li­ch ist Mit­tag! Ich bin fer­tig! Ich kann zu Dir kom­men, mein ge­lieb­tes Her­ze­l­ein! Oh Du!!! Wem schenk­te ich sie lie­ber, mei­ne Frei­zeit alle – als Dir, ge­lieb­tes Le­ben?! Wem, au­ßer mir, geht es wohl noch so gut, daß er sich gleich zu Mit­tag hin­setz­ten darf, um an den Herz­al­ler­liebs­ten zu schrei­ben? Du!! Oh Du!!!!! Du!!!!! Wir sind doch zwei rech­te Glücks­kin­der, mein [Ro­land]! Wei­ter­le­sen!